Frau und Beruf

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Bewerbung

Aktiv: Bewerbung

Eine gute Bewerbung kostet Zeit und manchmal auch Überwindung. Zunächst sollten Sie sich Ihre persönlichen Fähigkeiten vor Augen führen – gerade Frauen neigen oft dazu, tief zu stapeln und sich unter Wert zu verkaufen. Vielleicht haben Sie sich in Ihrer Familienphase zum Organisationstalent entwickelt. Oder Sie haben mit Ihren Kindern das Internet so gründlich erkundet, dass Sie sich auf dem Gebiet von kaum jemandem das Heft aus der Hand nehmen lassen. Vor allem aber sind Sie motiviert, und das ist einer der Hauptgründe, warum manche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Wiedereinsteigerinnen bevorzugen.

Bewerbung, das heißt Werbung in eigener Sache. Sich überzeugend zu bewerben ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur neuen beruflichen Herausforderung. Professionelle Unterstützung im Bewerbungsprozess bekommen Sie im Rahmen einer Beratung zur beruflichen Entwicklung (BBE).

Eine schriftliche Bewerbung ist eine Art Visitenkarte. Überlegen Sie genau, was die Chefin oder den Chef interessieren könnte. Je besser Ihre Bewerbung auf die entsprechende Stelle zugeschnitten ist, desto größer sind Ihre Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Eine vollständige schriftliche Bewerbung enthält:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf mit Foto
  • Zeugniskopien
  • Bescheinigungen über Fortbildungen
  • eventuell Arbeitsproben
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Das Anschreiben darf nicht länger als eine Seite sein und dass es flecken- und fehlerfrei ist, ist selbstverständlich. Geht aus Ihrem Brief hervor, dass Sie sich gezielt auf diese Position in genau diesem Betrieb bewerben und dass Sie eben jene Qualifikation besitzen, die auf die Stelle passt? Alles, was nach Serienbrief aussieht, kommt nicht gut an. Sie sollten jedoch nichts schreiben, was Sie im Vorstellungsgespräch nicht belegen können. Denn dort fühlt man Ihnen auf den Zahn!

Ziel ist es, das Unternehmen auf Ihr Qualifikationsprofil und Ihre Persönlichkeit neugierig zu machen, so dass man Sie gerne kennenlernen möchte. Nehmen Sie sich Zeit, die richtigen Formulierungen zu finden, und lassen Sie sich von schreibkundigen Menschen helfen.

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Der Lebenslauf enthält in tabellarischer Form persönliche Daten und die wichtigsten Angaben zu Ihrer Schul- und Berufsausbildung sowie zu Ihrer Berufstätigkeit. Auch Ihre Erziehungs- und Familientätigkeit gehört in die lückenlose Vita. Und: Halten Sie nicht mit Ihren außerberuflichen Fortbildungen und ehrenamtlichen Tätigkeiten hinterm Berg, sofern sie einen Bezug zu Ihrer späteren Tätigkeit haben.

Bestenfalls sollte der Lebenslauf ein Bild Ihrer Persönlichkeit malen, mit Ihren ganz besonderen Fähigkeiten und Kenntnissen. Für Personalverantwortliche ist daher die Rubrik „Sonstiges“ oft ein besonderes Bonbon.

Achtung: Ein Lebenslauf darf nicht mit unwichtigen Details überfrachtet sein. Nicht jeden Workshop bei der Volkshochschule auflisten! Versetzen Sie sich in die Rolle der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers – worauf könnte sie oder er anspringen? Schul- und Arbeitszeugnisse sowie Zertifikate aus Weiterbildungen und Referenzen sollten Sie nie im Original beilegen. Sortieren Sie sie chronologisch oder thematisch und vergessen Sie nicht, Ihren Lebenslauf mit aktuellem Datum zu versehen und mit der Hand zu unterschreiben – auf einem Original-Ausdruck und nicht auf einer Kopie.

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In manchen Stellenangeboten ist eine Mail-Adresse für eine Online-Bewerbung angegeben. Oder Sie können ein komplettes Online-Formular für Ihre Bewerbung nutzen und laden dort Ihre eingescannten Unterlagen hoch. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie sich erfolgreich online bewerben, besuchen Sie ein spezielles Seminar zur Online-Bewerbung, z. B. in der Volkshochschule. Denn auch eine Online-Bewerbung sollte ein gewisses Niveau in Stil und Form einhalten. Bereiten Sie immer auch Ihre vollständigen Unterlagen vor, damit Sie diese auf Nachfrage umgehend auf den Postweg bringen können.

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Wenn Sie die erste Hürde geschafft haben und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, sollten Sie sich nochmals gründlich vorbereiten. Jetzt geht es nicht nur um Ihre fachlichen Qualifikationen, sondern vor allem um Sie als Mensch, als potenzielles Mitglied des Teams – sprich: um den persönlichen Eindruck und um Ihr Interesse an der Stelle in diesem Betrieb. So wird Ihnen die oder der Personalverantwortliche wahrscheinlich Fragen zu Ihrem Lebenslauf und zu Ihrer Persönlichkeit stellen, etwa:

  • Warum haben Sie sich gerade in diesem Betrieb beworben?
  • Wo sehen Sie Ihre Stärken?
  • Und Ihre Schwächen?
  • Welche Ziele verfolgen Sie im Berufsleben?
  • Wie wollen Sie Beruf und Familienleben miteinander vereinbaren?

Überlegen Sie sich vorher, was Sie auf solche Fragen antworten werden! Gut wäre es, wenn Sie die Situation einmal mit einer Freundin durchspielen können. Fragen nach einer Gewerkschaftszugehörigkeit, nach einer bevorstehenden Heirat, nach einer Parteizugehörigkeit oder einer Schwangerschaft sind übrigens nicht zulässig.

Vor einem Bewerbungsgespräch sollten Sie sich möglichst umfassend über das Unternehmen und Ihr zukünftiges Arbeitsfeld informiert haben, bspw. im Internet. Nutzen Sie im Gespräch auch die Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen. Das zeugt von Engagement und Ernsthaftigkeit.

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